Antifa Infoportal Aachen

12Mrz/13Off

Die Rechte und ProNRW am 16.03.2013


KAL marschiert in Aachen und PRO-NRW hetzt in Eilendorf

Am Samstag, den 16.3.2013 finden in Aachen zwei Veranstaltungen der extremen Rechten statt. Während PRO-NRW vor einem noch nicht bezogenen Übergangswohnheim eine rassistische Kundgebung angemeldet hat, plant die in Aachen und Heinsberg neu gegründete neonazistische Partei „Die Rechte“ einen Aufmarsch in der Aachener Innenstadt.

Gegründet hat diese Partei der Hamburger Neonazi Christian Worch. Er leitete die „Aktionsfront Nationaler Sozialisten“ (ANS), war stellvertretender Vorsitzender der „Freiheitlichen Deutschen Arbeiterpartei“ (FAP), war im Vorsitz der „Nationalen Liste“ (NL), engagierte sich in der „Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene“. All diese Organisationen wurden verboten. Worch machte auch bereits Erfahrung mit der Weiterführung verbotener Organisationen, als er die Leitung der „Gesinnungsgemeinschaft der Neuen Front“ (GdNF), eine Nachfolgeorganisation der ANS übernahm.

Die Partei „Die Rechte“ gründete sich in Dortmund und Aachen nach den Verboten der dort ansässigen neonazistischen Kameradschaften als deren Auffangbecken. Deren Aktivitäten, wie etwa der Aufmarsch in Stolberg oder ein Gedenken für den Gründungspaten der KAL, Wolfgang Nahrath, werden nun von der Partei weitergeführt. Und nicht nur die Aktivitäten sind die gleichen, sondern es bestehen auch personelle Überschneidungen. Als Beispiel hierfür sei nur einmal André Plum genannt, der als presserechtlich Verantwortlicher aufgeführt wird. Dass das Verbot der Kameradschaft Aachener Land von der Aachener Polizei nicht allzu ernst genommen wird, zeigte sich schon in einer Kundgebung nur wenige Tage nach dem Verbot in der Dürener Innenstadt. Dort rief der Anführer der KAL, René Laube, die Worte „Trotz Verbot sind wir nicht tot“. Folgen hatte das keine. Auch ein Text, den die KAL nach ihrem Verbot auf ihrer Homepage veröffentlichte, veranlasste nicht zu Ermittlungen wegen Fortführung einer verbotenen Organisation.

Mit der Gründung der „Rechten“ in Aachen formiert sich die Neonaziszene neu. Mit dem angekündigten Aufmarsch wollen die Neonazis rund um die ehemalige Kameradschaft Aachener Land erneut Handlungsmacht beweisen.

Doch an diesem Tag wird das nicht alles an extrem rechter Handlung sein. PRO-NRW plant von 14-17h eine Kundgebung vor einem noch nicht bezogenen Flüchtlingswohnheim.
Vor 20 Jahren fanden in Deutschland verstärkt pogromartige Übergriffe und Morde statt. Nicht nur in Rostock-Lichtenhagen, in Solingen, Mölln und Hoyerswerda wurden Häuser in Brand gesteckt, in denen EinwanderInnen lebten. Diesen Ereignissen ging eine von Medien, bürgerlichen PolitikerInnen und extremer Rechter vorangetriebene Stimmungsmache gegen Flüchtlinge und gegen das Grundrecht auf Asyl voraus. Als Reaktion auf die Morde wurden nicht etwa Strategien gegen Rassismus diskutiert sondern es wurde das Asylrecht faktisch abgeschafft. Damit wurde die Ursache für Rassismus denen zugeschrieben, die von ihm betroffen sind.
Eine ähnliche Strategie konnte während der NSU-Mordserie beobachtet werden. Die ErmittlerInnen gingen durchweg davon aus, dass die TäterInnen aus dem Umfeld der Mordopfer kamen und bedienten damit rassistische Denkmuster, die Migration mit Kriminalität verknüpfen.
20 Jahre nach den Pogromen gegen Flüchtlinge setzt die extrem rechte Partei PRO-NRW aufs gleiche Thema. Unter dem Motto „Volksinitiative gegen Asylmissbrauch!“ will PRO-NRW durch etliche Städte in NRW fahren, um dort Kundgebungen durchzuführen. Die sollen in den meisten Fällen direkt vor Gebäuden stattfinden, in den EinwandererInnen leben. Und: In den meisten Fällen finden diese Kundgebungen dort statt, wo Teile der Bevölkerung bereits rassistisch gegen EinwanderInnen handeln bzw. sich rassistisch äussern und die mediale Berichterstattung oftmals von verständlichen „Ängsten der Bevölkerung“ berichtet. Gemeint sind damit aber nicht die Ängste vor Rassismus und RassistInnen. Es wird vielmehr aus der und über die Sicht derer gesprochen, die wiedermal über rassistische Zuschreibungen Migration mit Kriminalität übersetzen.
Der Aufruf zu dieser Kundgebungstour wiederholt die Aussagen und bedient sich der Begriffe, die schon vor 20 Jahren zu rassistischer Stimmung führten oder diese weiter anheizten. Da ist die Rede von einem „dramatischen Anstieg des Asylbewerberstroms“, von „Scheinasylanten“, von „massenhaftem Asylmissbrauch und Asylbetrug“ und davon, dass „das Boot“ nicht nur voll sei, sondern „ bereits zu kentern“ drohe. Mit solchen Aussagen wird dringender Handlungsbedarf vermittelt. Die Abwehr von Migration sei existenziell. Die Parallele zu der Situation vor 20 Jahren zieht PRO-NRW dabei selbst. PRO-NRW will mit ihrer Kundgebungstour ausgrenzende Handlungen eskalieren lassen und bereits bestehende Rassismen bestärken.
Auch in Aachen, im Stadtteil Eilendorf will PRO-NRW aufmarschieren. Sie richten sich gegen die Unterbringung von 45 Flüchtlingen in der Hansmannstraße. Gegen diese rassistische Stimmungsmache rufen wir zur Kundgebung auf. Wir treffen uns am 16.3. um 13:30 in der Hansmannstraße in Eilendorf.

Für globale Bewegungsfreiheit!
Rassistische Hetze stoppen!
Neonazis und PRO die Auftritte vermiesen!

Das AZ Aachen ist ab 10 Uhr geöffnet und kann als Anlaufstelle genutzt werden.

Weitere Informationen folgen: akantifaac.blogsport.de // aipac.blogsport.eu // twitter.de/afademo

veröffentlicht unter: Dokumentation, Termine Kommentare
13Nov/12Off

Demonstration gegen extrem rechte Band Kategorie C/ Hungrige Wölfe am Freitag dem 16.11.2012 im Raum Aachen angekündigt

Demonstration am Freitag den 16.11.2012 19 Uhr Az Aachen. Das Az ist ab 18 Uhr offen und kann nach der Demonstration als Chill-Out genutzt werden. Um 22 Uhr ist außerdem auch noch eine EA-Soli Party mit Björn Peng!

Am Freitag dem 16.11.2012 soll im Raum Aachen erneut ein Konzert der in Neonazikreisen ebenso wie bei Fußballfans beliebten Band Kategorie C/Hungrige Wölfe stattfinden. Kategorie C selbst verordnen sich im Hooliganspektrum, daher auch ihr Name. Die Band betont stets ihre angeblich unpolitische Ausrichtung, die sie unter dem Motto „Fußball bleibt Fußball – Politik bleibt Politik“ zusammenfasst – eine Parole, die auch jüngst der NPD-Funktionär Sascha Wagner bezüglich der Situation am Tivoli verlautbaren ließ . Konzerte der Band werden aber sowohl von Neonazis besucht als auch von Neonazis (mit-)organisiert. Kategorie C kann als ein Bindeglied zwischen Fußballfans und der extrem rechten Szene angesehen werden. Zwar werden die Mitglieder der Band nicht müde, zu betonen, dass sie keine rechte Band seien, die Realität sieht aber anders aus.
Zwei Mitglieder der Band spielten in der Vergangenheit zeitgleich in anderen extrem rechten Bands, von denen eine dem Spektrum des in Deutschland verbotenen „Blood and Honour“ Netzwerkes zuzuordnen war. Diese Band mit dem Namen „Nahkampf“ widmete ihre erste CD den damals inhaftierten Neonazis Christian Worch, Gottfried Küssel und Gerhard Lauck. Lauck ist der Chef der US-amerikanischen Partei NSDAP/AO. Eine CD von Kategorie C ist bei dem neonazistischen Chemnitzer Label PC-Records erschienen. Auch beteiligte sich Kategorie C zusammen mit Neonazi-Musikgrößen wie „Landser“ (ebenfalls verboten) und „Stahlgewitter“ an dem Sampler „Die Deutschen kommen II“.
Unter dem Namen KC veröffentlichte die Band zur Fußball-WM 2006 das Lied „Deutschland dein Trikot“ auf dem Sampler „Zu Gast bei UNS“, an dem sich mehrere Neonazi Bands beteiligten. Spätestens nach diesem Lied sollte klar sein, um was für eine Band es sich bei KC handelt. So wird in dem Lied kritisiert, dass dunkelhäutige Spieler in der Nationalmannschaft spielen („Deutschland dein Trikot, das ist schwarz und weiß, doch leider auch die Farbe deiner Spieler“). Offen neonazistisch wird es dann bei der Passage: „Deutschland ist nicht die BRD, Deutschland ist der Schlachtruf.“. Im Oktober 2006 trat KC-Sänger Hendrik Ostendorf unter anderem mit den Neonazimusikanten Annett Müller, Michael Müller und „Agitator“ auf der von Eckart Bräuniger (NPD) angemeldeten Solidaritäts-Demo mit Konzert für den damals inhaftierten Landser-Sänger Michael „Lunikoff“ Regener vor dem Gefängnis in Berlin-Tegel auf.

Der letzte Auftritt von Kategorie C am 24. August 2007 in Aachen wurde von einem Großteil der Aachener Neonaziszene besucht, auch wurde das Konzert von lokalen Neonazis maßgeblich vorbereitet. So wurde das Konzert von Sascha Wagner beworben. Wagner ist stellvertretender Landesvorsitzender der NPD Rheinland-Pfalz, kommt ursprünglich aus dem Raum Aachen und hat bereits in den 90ern den Tivoli genutzt, um unter Jugendlichen für die extrem rechte Szene zu werben. Wagner verkaufte im Vorfeld des Konzerts Karten bei Spielen der Alemannia Aachen. Schlussendlich wurde die Organisation des Konzerts aber von dem KAL Kader Joachim G. übernommen. Vermutlich waren es gute Kontakte zum Neonazi-Netzwerk „Blood and Honour“, welches in Belgien und den Niederlanden nach wie vor besteht, die zu einem Austragungsort für das Konzert beitrugen. Am Tag des Konzerts selber waren größere Gruppen von Aachener Neonazis in Aachen unterwegs. Die KonzertbesucherInnen wurden über ein System von Schleusungspunkten zum Ort des Konzerts gebracht. Das Konzert fand im niederländischen Nuth in der Nähe von Heerlen statt. In dem Club „Cafe Zaal Griezegrubbe“ hatte bereits im Juni 2007 ein Konzert mit eindeutigen Neonazibands stattgefunden.

Das Konzert am 16.11.2012 wird von der Aachener Hooligan Gruppe „Westwall Aachen“ organisiert und offen bei Facebook beworben. „Westwall Aachen“ feiern am 16.11. ihre jährliche Jahresabschlussfeier. Einige Mitglieder der Gruppe sind offen auftretende Neonazis, so etwa Jens B. aus Kohlscheid, dessen Wohnung wegen des Verbots der Kameradschaft Aachener Land am 23.8.2012 durchsucht wurde und der somit vom als Mitglied der KAL gezählt wurde. Oder Thomas H. aus Alsdorf, der Mitglied der Kameradschaft Alsdorf-Eupen ist. Viele Mitglieder dieser Gruppe sind zugleich in der Aachener Hoolszene aktiv, wie Thomas H.s Bruder Daniel H. Thomas H. und Jens B. besuchten Mitte des Jahres eine Feier der von Sascha Wagner angeführten NPD Rheinland-Pfalz. „Westwall Aachen“ hat enge Verknüpfungen zu den „Karlsbande Ultras“, insbesondere da Jens B. vielen aus dieser Gruppe als Vorbild gilt. Die „Karlsbande“ und ihr Umfeld fielen in den letzten Monaten immer wieder durch massive Gewalttaten auf Fans auf, die sich antirassistisch positionieren. Vielfach wurden diese zudem als „linke Zecken“ oder als „Juden“ beschimpft. Nach langem Ignorieren des Problems verbot die Alemannia der „Karlsbande“, ihr Banner mit ins Stadion zu nehmen. Vor etwa einer Woche veröffentlichte die Aachener Fanszene einen „Ehrenkodex für ein friedliches Miteinander“, der sich aber vor allem durch Unbestimmtheit auszeichnet. Die „Karlsbande“ jedoch wurde vom Alemannia-Fanbeauftragten „für ihr Engagement gelobt“. Weiterhin sprach er sich für das baldige Ende des Fahnenverbots aus. Alles vergeben und vergessen? Nach wie vor sind in der Gruppe „Karlsbande“ und in ihrem Umfeld Neonazis aktiv. Diese Verquickung wird sich auch wieder bei dem anstehenden Kategorie C Konzert zeigen.
Da die letzten Feiern von „Westwall Aachen“ in dem Club „Black Onyx“ in Kerkrade stattfanden, könnte auch das Konzert dort stattfinden. Die OrganisatorInnen allerdings geben an, es sei „in Aachen“. Wir fordern alle Gaststättenbesitzer auf, ihre Lokalitäten Neonazis für deren „Begleitmusik zu Mord und Totschlag“ nicht zur Verfügung zu stellen. Und wir fordern die Aachener Polizei auf, den Ort des Geschehens öffentlich zu machen, denn die Öffentlichkeit hat ein Recht, zu erfahren, wo Neonazis ihre Feste feiern.

Gegen Kategorie C, Freiwild und andere Nazi Musik!

Quelle: AK Antifa Aachen

12Nov/12Off

“Gartenlauben verwüstet und rechte Parolen gesprüht”

Zitiert aus Aachenner Nachrrichten:

"Aachen. Unbekannte haben in der Nacht zu Sonntag in der Kleingartenanlage Erzbergerallee randaliert.

Die Täter brachen in insgesamt acht Gartenhäuser ein und verwüsteten die Einrichtung. In zwei der Lauben fanden sie Dosen mit Sprühfarbe und schmierten SS-Runen und Hakenkreuze an die Wände.

Die Kriminalpolizei sicherte zahlreiche Spuren vor Ort. Wegen der rechten Schmierereien ermittelt jetzt die Kommission Remok (Rechts Motivierte Kriminalität).

Hinweise möglicher Zeugen nimmt die Kriminalpolizei unter 0241/9577-36001 (oder außerhalb der Geschäftszeiten unter 0241/9577-34210) entgegen."

Quelle

 

veröffentlicht unter: Presseberichte Kommentare
7Nov/12Off

Mahn -und Gedenkveranstaltung zur Progromnacht

Themenschwerpunkte sind in diesem Jahr:

-"Euthanasie und Holocaust - Zwei Seiten des nationalsozialistischen Rassenwahns"

- "Gewaltakte gegen Jüdinnen und Juden in Deutschland".

Der Rabbiner wird wieder das Totengebet sprechen. Jiddische Musik rundet die Veranstaltung ab.

Aus der Geschichte lernen:

Für eine Zukunft frei von Nationalismus, Rassismus, Antisemitismus, Faschismus und Krieg

Gegen das Vergessen

In der Nacht vom 9. auf den 10. November 1938 ließ die nationalsozialistische Führung der Stadt Aachen die Synagoge von ihren Helferinnen und Helfern in Brand setzen. Jüdische Bürgerinnen und Bürger wurden misshandelt, ihre Wohnungen und Geschäfte demoliert.

268 Menschen wurden verhaftet und in die Konzentrationslager Buchenwald und Sachsenhausen deportiert. All dies geschah unter den Augen, mit der Duldung und teilweise mit Zustimmung der Aachener Bevölkerung.

Dem Novemberpogrom waren aus rassistischer und politischer Feindschaft jahrelange Ausgrenzung, behördliche Erfassung und Kriminalisierung von Menschen vorausgegangen. Der 9. November war für sie nicht der Schlusspunkt einer vom rassistischen Wahn getriebenen Staatspolitik, sondern der Beginn der Massenvernichtung von Millionen Menschen.

Das darf sich nie wiederholen!

Deshalb müssen wir wachsam sein und streitbar bleiben gegenüber allen Formen von Rassismus und Antisemitismus. Duldsamkeit und Bagatellisierung der Gefahren von Rechtsaußen lehnen wir ab. Mit Sorge sehen wir, dass menschenfeindliche Ideologien vom äußersten rechten Rand bis in die Mitte der Gesellschaft reichen.

Wir werden uns nicht daran gewöhnen, wenn die Opfer rechter Gewalt zu Tätern gemacht werden. Die Kommission zur Aufklärung der Mordserie durch die NSU-Nazis hatte den Beinamen „Bosporos“. Ermittelt wurde gegen die Opfer der Anschläge und deren familiäres Umfeld.

Wir wollen uns nicht daran gewöhnen, dass Justiz und Polizei ein angebliches Recht der Neonazis auf öffentliche Werbung für ihre Hassparolen gegen jeden Widerstand durchsetzen. Die Nazis konnten sich so immer wieder bestätigt fühlen. Nazi-Gegner werden dagegen oft kriminalisiert und auf eine Stufe mit den notorischen Rassisten und Antisemiten gestellt.

Wir wollen und werden nicht hinnehmen, dass jetzt schon wieder - wie in den 90er Jahren - Kampagnen gegen Flüchtlinge gestartet werden, die damals in brennenden Flüchtlingsheimen mündeten. Schützt die Flüchtlinge vor Aggression und Hass!

Wir wollen und werden nicht hinnehmen, dass Jüdinnen und Juden bedroht und tätlich angegriffen werden, weil sie Juden sind.

Faschismus ist keine Meinung, sondern ein Verbrechen!

 

Sonntag, 11. November 2012, 11:00 bis 12:00 Uhr

Aachen, Synagogenplatz

Link: VVN-BdA

veröffentlicht unter: Ankündigungen, Termine Kommentare
2Aug/12Off

Demo zum Erhalt des Autonomen Zentrums

18:00 Uhr Vorplatz AZ Aachen

Wir, der Verein „Freunde unabhängiger Kultur in Aachen“, betreiben seit nunmehr 20 Jahren im Bunker unter dem ehemaligen Gesundheitsamt in der Hackländerstraße, das Autonome Zentrum Aachen. Dort finden soziale und kulturelle Veranstaltungen sowie Projekte einen Raum. All das organisieren wir basisdemokratisch und ehrenamtlich, das heißt unbezahlt. Uns ist bekannt, dass die Stadt Aachen als Besitzer seit längerem versucht, das Gelände zu verkaufen. Wir hatten einen gemeinsamen
Besichtigungstermin mit Vertretern der IPEM AG, welche derzeit ein Projekt für die Hotelkette „A&O HOTELS and HOSTELS Holding AG“ entwickeln. Ihre Pläne sind sehr konkret und Kaufverhandlungen mit Stadt und Verwaltung sind schon in kürzester Zeit geplant. Nach dem Verkauft würde uns maximal nur noch die Hälfte der Fläche zur Nutzung zur Verfügung stehen. Durch die Privatisierung des AZs in Kombination mit dem Gesundheitsamt, würde sich die Stadt Aachen aus der Verantwortung, Räume für unabhängige und alternative Kultur zur Verfügung zu stellen, stehlen. Durch den Wegfall dieser Räumlichkeiten müssten wir etliche Projekte einstellen. Das autonome Zentrum bietet schon jetzt nicht genug Platz für alle Projekte, die diesen Raum benötigen. Das AZ wird sich aufgrund dieser geplanten Veränderungen nicht weiter unabhängig finanzieren können. Wir verstehen die Pläne daher als massiven Einschnitt in unsere Unabhängigkeit und letztlich in unser Weiterbestehen.
Unsere Forderung:

Das AZ bleibt städtisch!
Das AZ bleibt in seinem Raumumfang zu einhundert Prozent erhalten!

Also kommt zur Demo und helft dabei, unser Anliegen in der Öffentlichkeit publik zu machen. Wir brauchen euch und Aachen braucht sein Autonomes Zentrum, und zwar so wie es ist!

veröffentlicht unter: Ankündigungen, Demos, Termine Kommentare
1Jul/12Off

[Kreis Aachen] Naziüberfall in Alsdorf Hoengen:

Zitiert von linksunten.indymedia.org:

"Am Freitag, den 29.6.2012, ist es in Alsdorf Hoengen zu einem Naziüberfall gekommen. Im Rahmen einer Abiturfeier einer Gesamtschule traten Neonazis der KAL (Kameradschaft Aachener Land) in Erscheinung. Sie wurden leider von einer Abiturientin eingeladen. Schon während der, am gleichen Tag stattfindenden, Abiturverleihung zeigte die Gruppe der Neonazis ihre linksfeindliche Ideologie in Form von Propaganda-T-Shirts.

Niemand machte auf diese Art der politischen Aussage aufmerksam und sie wurden der Feier nicht verwiesen. Während der Feier am Abend folgten Provokationen seitens der Neonazis, indem sie Aufkleber der KAL an Gäste und Lehrer klebten und somit ihre Gesinnung offen kundtaten.

Außerdem weilten ein Paar Neofaschisten vor bzw. auf den Toiletten, um Menschen gezielt anzusprechen und auf ihre Weltanschauung aufmerksam zumachen. Dass dabei Menschen eingeschüchtert worden sind, ist unserer Meinung nach in keinem Fall auszuschließen. Im weiteren Verlauf der Abiturfeier kam es schon gegen 1Uhr nachts zu Auseinandersetzungen zwischen den Nazis und einem alternativen Jugendlichen und einem Lehrer. Diese wurden von mehreren Nazis überwältigt und zusammengeschlagen. Ob Anzeigen folgten, oder andere Maßnahmen gegen die Nazis folgten ist unklar, jedoch tauchte eine Zeit später die Polizei auf der schon beendeten Feier auf.

Vor der Kneipe „Schillerstube“, in der die Feier stattfand und überwiegend Personen mit Migrationshintergrund teilnahmen, sammelten sich während des Abends immer mehr Nazis. Wir schätzen die Zahl der Neonazis auf insgesamt 10. Wir fordern die Bürgerinnen und Bürger auf sich deutlich von den Nazis zu distanzieren und sie von jeglichen Feiern auszuschließen und keine Akzeptanz zu zeigen. Nur mit entschlossenem Engagement und solidarischem Verhalten kann dem Problem Faschismus begegnet werden. Meldet Naziaktivitäten und macht eure Freunde, Mitmenschen und Familie aufmerksam auf das Problem mit Nazis und vor allem mit der KAL im Aachener Umkreis. Das Problem Faschismus sind nicht nur einzelne Täter oder Gruppen, wie die KAL, sondern auch das (massive) Nationalgefühl und der daraus resultierende Rassismus.

 

Bildet euch, bildet andere, bildet Banden gegen Faschismus!

 

Anonyme Antifaschisten."

 

Zur Quelle

veröffentlicht unter: Dokumentation Kommentare
29Jun/12Off

[AK Antifa Aachen] AZ Aachen soll verkauft werden:

Die Stadt Aachen – so wurde unlängst bekannt – will das Autonome Zentrum Aachen an einen Investor, die IPEM Immobilien AG aus Wetzlar, verkaufen. Über dem AZ, das in einem alten Bunker ist, befindet sich das ehemalige Gesundheitsamt, das der eigentliche Gegenstand der Verhandlungen ist. Nun sollen AZ und Gesundheitsamt zusammen verkauft werden um dort ein Hostel zu bauen. Für das Hostel beanspruchen die Investoren zudem die Hälfte des AZ, den großen Konzertraum und den halben Thekenraum. Das Hostel soll betrieben werden von der Hotel-Kette A&O HOTELS and HOSTELS Holding AG mit Sitz in der Köpenicker Str. 126 in Berlin. Das AZ würde damit privatisiert und um die Hälfte geschrumpft. Die Verhandlungen der grün-schwarz-regierten Stadt und deren Vorhaben wurden dem AZ gegenüber nicht transparent gemacht.

Das AZ Aachen gibt es seit 1992 – es ist hervorgegangen aus langen Häuserkämpfen. Bisher wurde es von der Stadt Aachen zur Verfügung gestellt und autonom betrieben. Das AZ ist in Aachen ein wichtiger Faktor auch antifaschistischer Arbeit. Informations- und Bildungsveranstaltungen finden hier statt, zweiwöchentlich gibt es ein Antifa-Cafe und – ein nicht zu unterschätzender Aspekt – das AZ ist ein Raum auch antifaschistischer (Jugend)kultur.
In einer Zeit, in der die extreme Rechte in und um Aachen immer militanter wird, in der sich Angriffe auf Menschen oder linke Einrichtungen häufen, ist dieser städtische Angriff auf einen wichtigen Ort antifaschistischer Arbeit umso schwerwiegender. So offenbart er auch die Blindheit der Stadtregierung gegenüber dem erstarkenden Neonazismus. Während sich im Umland immer mehr antifaschistische Initiativen zusammenfinden, fast jede Stadt zudem ein Bündnis gegen Rechts gegründet hat, ist von den Offiziellen der Stadt Aachen nichts zu hören. Der „Runde Tisch gegen Rechtsextremismus“, zu dem übrigens Betroffene per Brief des Oberbürgermeisters explizit ausgeladen waren, kam offensichtlich nach einer Resolution 2010 zum Erliegen.
Die Stadt Aachen und ihre regierenden Parteien, also die Grünen und die CDU scheinen nichts wissen zu wollen von dem, was jede_r weiß: Dass es in und um Aachen mit der Kameradschaft Aachener Land eine der personenstärksten und militantesten Neonazistrukturen NRW’s gibt. Dass Aachen in NRW eine der Hochburgen der extremen Rechten ist.
Wer im AZ aktiv ist, bekommt diese neonazistische Bedrohung unmittelbar mit. Etwa durch direkte Angriffe der Neonazis auf Besucher_innen des AZ, durch Stahlkugelschüsse, durch Bomben-Attrappen, durch Buttersäureangriffe, durch Molotowcocktails um nur einige „Zwischenfälle“ der letzten Jahre zu nennen. Aber auch durch die vielen Betroffenen rechter Gewalt, die ins Autonome Zentrum kommen, weil sie dort Ansprechpartner_innen finden, Menschen, die ihnen weiterhelfen und Menschen, die sie ernst nehmen.
Der folgenschwerste Angriff aufs AZ und damit auch auf antifaschistische Arbeit in Aachen kommt nun ausgerechnet von der Stadt, ein Angriff, der im Gegensatz zu den Sprengsätzen der Nazis das AZ tatsächlich in seinen Grundfesten erschüttern könnte. Die Stadt stimmt zum einen zu, das AZ so weit zu verkleinern, dass es sich faktisch nicht mehr selbst finanziell tragen kann. Zur Erinnerung: Im AZ arbeiten alle unbezahlt, es ist als nicht-kommerzieller Raum konzipiert. Zum anderen gibt die Stadt damit das AZ dem „freien Markt“ preis. Es wird privatisiert. Das heißt auch, dass bei künftigen geplanten Änderungen keine Möglichkeit des politischen Drucks auf die Stadt mehr besteht.
Damit stiehlt sich die Stadt Aachen aus ihrer Verantwortung, Räume für antifaschistische Politik und Kultur zur Verfügung zu stellen. Nicht nur, dass sie sich selbst nicht um das Nazi-Problem schert, sie legt denen ganze Felsbrocken in den Weg, die bemüht sind, dass Neonazismus nicht einfach so sich an Schulen, in Discos, auf der Straße, am Tivoli etc. als aktionsreiches Angebot für Jugendliche etabliert.
Für das Klima in Aachen wird sich mit dem Wegfall des AZ in seiner ursprünglichen Form einiges ändern. Nazis – und das dürfte bekannt sein – nutzen die Räume, die ihnen gelassen werden. Das AZ stand und steht dafür, ihnen auch durch jugendkulturelle Arbeit weit über die schieren Räumlichkeiten hinaus, keinen Raum zu lassen, keinen Raum für menschenverachtende, faschistische Propaganda. Es steht auch für antifaschistische Intervention.
Wir können und werden es nicht zulassen, dass das AZ nicht in seiner bisherigen Form weiter besteht. Lassen wir die Pläne der grün-schwarzen Stadt Aachen, der IPEM Immobilien AG aus Wetzlar und der A&O HOTELS and HOSTELS Holding AG aus Berlin platzen!

Wir erklären uns mit dem AZ solidarisch und fordern:
Eine Abkopplung des AZ vom Kaufvertrag! Keine Privatisierung des AZ Aachen!
Für den Erhalt des AZ in seiner bisherigen Form!
Antifaschismus braucht Freiräume!

Links:

Ak Antifa Aachen // AZ Aachen

veröffentlicht unter: Dokumentation, Pressemitteilungen Kommentare
28Jun/12Off

Autonomes Zentrum Aachen bleibt! – Pressemitteilung

Pressemitteilung mit der Bitte um Veröffentlichung.
Betrifft: Verkauf des Autonomen Zentrums/ehemaligen Gesundheitsamts.

 

Wir, der Verein „Freunde unabhängiger Kultur in Aachen“, betreiben seit nunmehr 20 Jahren
... das Autonome Zentrum im Bunker unter dem ehemaligen Gesundheitsamt in der
Hackländerstraße. Dort finden soziale und kulturelle Veranstaltungen und Projekte einen
Raum. All das organisieren wir basisdemokratisch und ehrenamtlich, das heißt unbezahlt.
Uns ist bekannt, dass die Stadt Aachen als Besitzerin nun schon seit längerem versucht, das
Gelände zu verkaufen. Wir, die Nutzer_innen, wiesen schon öfter auf die Intransparenz hin,
mit der Stadt und Verwaltung dieses Vorhaben vorantreiben.
So erfuhren wir durch den Hausmeister des Gesundheitsamtes von der geplanten Besichtigung
durch das städtische Gebäudemanagement. Erst auf Nachfrage erfuhren wir, dass es sich um
Projektentwickler handelt, die das ehemalige Gesundheitsamt in ein Hostel
umwandeln/ausbauen wollen. Beim gemeinsamen Besichtigungstermin mit den Vertretern der
IPEM AG aus Wetzlar, die das Projekt für die Hotelkette „A&O HOTELS and HOSTELS
Holding AG“ aus Berlin/Wien entwickeln, wurde uns mitgeteilt, dass sie in ihrem Projekt
etwa die Hälfte der von uns genutzten Fläche für Küche und Frühstücksraum einplanen
möchten. Des Weiteren erfuhren wir, dass ihre Pläne sehr konkret und Kaufverhandlungen
mit Stadt und Verwaltung schon in kürzester Zeit geplant seien.
Durch die Privatisierung des AZ in Kombination mit dem Gesundheitsamt, würde sich die
Stadt Aachen aus der Verantwortung, Räume für unabhängige und alternative Kultur zur
Verfügung zu stellen stehlen.
Durch den Wegfall dieser Räume müssten wir etliche Projekte einstellen, die im Moment
Raum im AZ finden. Sportraum, Fahrradwerkstatt, Proberaum/Tonstudio, Siebdruckwerkstatt
und Flächen für Kunst würden keinen Platz mehr finden. Das autonome Zentrum bietet jetzt
schon nicht genug Raum für alle Projekte, die diesen Raum benötigen. Hier wäre eher eine
Erweiterung statt einer Halbierung angebracht. Das AZ wird sich aufgrund dieser geplanten
Veränderungen nicht weiter unabhängig finanzieren können. Wir verstehen die Pläne daher
als massiven Einschnitt in unsere Unabhängigkeit und letztlich in unser Weiterbestehen.
Dies können und wollen wir nicht widerstandslos hinnehmen.
Wir unterstützen gerne die sinnvolle Belebung von leer stehenden Räumen in Aachen. Die
Mieten steigen und steigen und wir werden uns nicht gegeneine Umwidmung des
Gesundheitsamtes sperren, doch kann dies nicht auf dem Rücken der Menschen und Projekte
geschehen, die unkommerzielle Kultur und sozialen Raum bieten und nutzen. Wir lehnen
diese Art, Politik von oben nach unten zu machen, ab. Wir fordern die Stadt auf, für Transparenz und Beteiligungsmöglichkeiten zu sorgen. Die Pläne zum Verkauf müssen so
lange auf Eis gelegt werden, bis eine einvernehmliche Lösung gefunden wurde.
Einvernehmlich heißt, dass alle Betroffenen und Beteiligten an einem Tisch auf gleicher
Augenhöhe Entscheidungen treffen.
Wir erwarten von der Stadt Respekt gegenüber der von uns geschaffenen und in unserer
Region einzigartigen freien soziokulturellen Einrichtung "Autonomes Zentrum" und seinen
zahlreichen Nutzer_innen.

http://az-aachen.de/

veröffentlicht unter: Pressemitteilungen Kommentare
27Jun/12Off

[Ak Antifa Aachen] Infoveranstaltung zum No-Border Camp am 4.7. im AZ Aachen ab 19 Uhr

Vom 13. bis zum 22.7.2012 findet in Köln ein antirassistisches No-Border Camp statt.

Auf dem Camp möchten sich Menschn zusammenfinden, um sich gemeinsam und in verschiedenen Formen mit (Sammel-)Abschiebungen, Frontex, Antiziganismus, Rassismus, und rechten Diskursen beschäftigen und Widerstand zu leisten.
Das Camp möchte ein Ort sein, an dem Rassismuskritik, antifaschistische, feministische und kapitalismuskritische Perspektiven zusammen gedacht werden. Ein Ort, der gegenseitigen Austausch intensivieren und Bündnisse anstoßen kann. Auf dem Camp wird es Workshops und Diskussionen geben, auch werden vielfältige Aktionen von Camp ausgehen.

Infos dazu gibt es im Rahmen des Antifa-Cafe´s am Mittwoch dem 4.7. ab 19 Uhr im AZ Aachen, Vereinsstraße 25.

From the 13. – 22.7.2012 an antiracist No-Border Camp will take place in Cologne/Düsseldorf.

The aim of the camp is that people come together to fight against (Charter)deportation, Frontex, antiziganism, racism and far right discourses.
The camp is intended to be a place of discussion on antiracism, a critical view on capitalism, with opening perspectives on antifascism ans feminism. A place to exchange experiences and plan actions. There will be workshops on the camp, and also many actions.

Come to the campside, take part, bring workshops and actions ans partizipate

More infos: Antifa-Cafe in the AZ Aachen, Vereinsstraße 25, Wednesday 4.7. 19.00h.

Homepage des Camps/homepage of the camp

veröffentlicht unter: Ankündigungen, Termine Kommentare