Antifa Infoportal Aachen

30Mai/11Off

[Aachener Zeitung] “Sarrazin-Besuch: Vermummte wollen Mayersche stürmen”

Artikel der Aachener Nachrichten

Wir weisen darauf hin dass wir diesen Artikel nur zu dokumentierenden Zwecken hier veröffentlichen und dass Aussagen im Text zum Teil falsch und tendenziös sind.

"Aachen. Den Sturm der Entrüstung hat Ex-Bundesbanker Thilo Sarrazin mit seinem Buch schon vor Monaten ausgelöst.

Einen Sturm der Mayerschen Buchhandlung konnte die Polizei am Mittwochabend im letzten Moment verhindern, während Sarrazin im Forum M ein Streitgespräch mit AZ-Chefredakteur Professor Bernd Mathieu über sein Buch «Deutschland schafft sich ab» führte.

Die vermummten Demonstranten hatten den Überraschungsmoment auf ihrer Seite, als eine Gruppe aus Richtung «Haus der Kohle» auftauchte und auf den Eingang der Buchhandlung zu stürmte. Dabei vereinigte sie sich mit einer zweiten Gruppe, die bis dahin friedlich vis-à-vis des Eingangs weilten. Doch die Polizei war vorbereitet, die Hundertschaft vor Ort.Auf der Türschwelle prallten Demonstranten und Ordnungskräfte aufeinander, eine hitzige Rangelei entstand, Demonstranten wurden handgreiflich, die Polizei setzte Pfefferspray ein. Verängstigte Familien mit kleinen Kindern mussten anschließend von der Polizei aus der Buchhandlung begleitet werden.

Und auch nachdem der Sturm der Mayerschen verhindert werden konnte, kam es immer wieder zu kleineren Rangeleien. Zudem wurden Besucher von Demonstranten beleidigt und bedrängt.

Dabei hatte alles ganz friedlich begonnen. Auffallend viele junge Menschen waren aufgeschlagen, um ihren Widerwillen gegen Sarrazins Thesen auszudrücken. «Eine sehr unterschiedliche, spannende Mischung», kommentierte Bürgermeisterin Hilde Scheidt, die sich mit den Grünen unter die etwa 200 Demonstranten mischte. Doch die Atmosphäre wurde zunehmend aufgeheizt, je näher der Veranstaltungsbeginn rückte.

Sarrazin hatte sich für 19 Uhr angesagt. Doch statt des SPD-Mitglieds kam ein Roncalli-Oldtimer um die Ecke. Es gab Winkewinke für den Zirkusmann am Steuer statt Pfiffe für den Autoren. Der Oldtimer-Pilot hatte mit diesem Bahnhof nicht rechnen können, während Sarrazin etwas später am Hauptbahnhof ankam. Er hatte den falschen Zug genommen.

Und mag sich wenig später auf dem falschen Dampfer gewähnt haben. Denn vor der Buchhandlung wurde er von den Demonstranten schlichtweg übersehen. Ihre Pfiffe und Parolen verhallten ebenso, im Forum M waren sie nicht zu vernehmen. Auch nicht der Sturm und die Rangeleien. Die wurden von der Polizei aufgezeichnet und die Bilder noch vor Ort ausgewertet."

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30Mai/11Off

[BNR] Strafrechtlich relevanter Auftritt

Artikel von Michael Klarmann auf Blick Nach Rechts

"Die Webseite der neonazistischen „Kameradschaft Aachener Land“ steht im Visier der Behörden.

Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BpjM) prüft derzeit einen Indizierungsantrag gegen die Homepage der „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL). Anlass dafür dürften Beiträge sein, in denen die Neonazis den Nationalsozialismus glorifizieren und die Bundesrepublik verunglimpfen.

Der Indizierungsantrag wurde nach Angabe der Behörde schon am 7. Februar gestellt. Sollte die BpjM in dem laufende Verfahren zu dem Schluss kommen, dass die auf einem Server im Ausland gehostete Website der Neonazis eine Gefahr für Kinder und Jugendliche darstellt, wird sie beispielsweise in Internet-Suchmaschinen nicht mehr verzeichnet. In den vergangenen Wochen war die BpjM schon gegen Neonazi-Websites aus Berlin und Nordrhein-Westfalen vorgegangen.

Das Verfahren bei der BpjM ist nicht das einzige gegen die KAL wegen des Online-Auftritts. So hatten am Morgen des 23. Februar mehrere Hausdurchsuchungen bei den „Kameraden“ stattgefunden. Diese fanden im Rahmen eines bei der Staatsanwaltschaft Aachen geführten Ermittlungsverfahrens gegen mehrere Beschuldigte statt. Über den Hintergrund der Verfahren wollte die Behörde aus ermittlungstaktischen Gründen keine Angaben machen...."

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30Mai/11Off

[NRW Rechtsaußen] Bundesprüfstelle will Aachener Neonazi-Homepage indizieren

Artikel von NRW Rechtsaußen

"Aachen – Die Bundesprüfstelle für jugendgefährdende Medien (BPjM) versucht offenbar erneut, eine Internetseite nordrhein-westfälischer Neonazis zu indizieren.

Diesmal geht es um die Homepage der militant-neonazistischen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL). Dort wird heute ein Schreiben der Bundesprüfstelle dokumentiert. Sie bat per Mail die Neonazis um eine aktuelle Postanschrift: „Die Bundesprüfstelle beabsichtigt, über das genannte Angebot im vereinfachten Verfahren nach § 23 Abs. 1 Jugendschutzgesetz zu entscheiden. Hierzu sollen Sie mit Übersendung des Indizierungsantrags Gelegenheit zur Stellungnahme erhalten.“ Wie die Aachener Neonazis auf die Ankündigung reagieren wollen, verraten sie nicht.

Statt dessen lassen sie wissen, dass sie sich von der „Besatzungsinstitution Bundesrepublik Deutschland“ verfolgt fühlen, die wiederum „als ewiger Handlanger von globalen Hintermächten fungieren“ müsse. „Alle seit 1914 erschienenen Bücher, wissenschaftlichen Ergebnisse, Tonträger, Publikationen, Zeitschriften und neuzeitliche Informationsträger wie Internetseiten werden demokratisch ausgesondert“, heißt es in dem Text der KAL, deren Mitglieder auch bisher nicht durch besondere Geistesgröße aufgefallen waren.

Anfang des Jahres war bereits die Internetseite des „Nationalen Widerstands Marl“ ins Blickfeld der Bundesprüfstelle geraten.* Um der Indizierung zu entgehen, hatten die Neonazis aus dem nördlichen Ruhrgebiet einen Rechtsanwalt eingeschaltet und auffällige Texte von ihrer Seite genommen."

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29Mai/11Off

[Sarrazin Halts Maul Bündnis] Fotos der Proteste

Fotos von den Protesten gegen den Sarrazin Auftritt in Aachen

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Weitere Fotos auf Indymedia

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29Mai/11Off

[Sarrazin Halts Maul Bündnis] Sarrazin-Spektakel stößt auf Protest

Artikel des Bündnis gegen den Sarrazin Auftritt in Aachen

"Für den 25. Mai bittete der Aachener Ableger der Mayerschen Buchhandlung zum Spektakel: Thilo Sarrazin, der heiß umworbene Tabubrecher Nummer 1, gab sich die Ehre. Der Held der Rassist*innen und Sozialchauvinist*innen las aus seinem Bestseller Deutschland schafft sich ab. Aus diesem Anlass riefen mehrere Gruppen und Einzelpersonen aus und um Aachen zum Protest auf. Auch ein regionales Antifa-Bündnis mobilisierte unter dem Motto Sarrazin Halt's Maul! zu einer Kundgebung vor dem Ort des Geschehens.

Bereits mehere Stunden vor dem geplanten Beginn der Sarrazin-Sause sammelte sich – dem Mobi-Erfolg und der Sonne sei Dank – eine beachtliche Menschentraube von ca. 100 Menschen bestehend aus hauptsächlich jungen Protestler*innen unmittelbar vor der Buchhandlung. Die Polizei, die über die örtlichen Kanäle bereits am Vortrag ihre Alarmbereitschaft propagierte, schwitzte in enger Kooperation mit den Mayerschen-Securities bewachend vor dem Eingang rum. Sie gewährleisteten Thilos Schutz sowie den störungsfreien Verlauf der PR-Party.

Je näher der Startschuss rückte, desto wohlbesuchter zeigten sich die Kundgebungen. Insgesamt befanden sich nun ca. 250 Protestler*innen vor der Mayerschen. Kurz vor der planmäßigen Hetzparty fassten sich ca. 50 Kundgebungsbesucher*innen ein Herz. Mit Transparenten, Schildern und viel Engagement wurde der Versuch eingeleitet, die Kette aus privaten und staatlichen Sicherheitskräften zu durchbrechen, um sich ein Bild vom Austragungsort selbst zu machen - und um das Spektakel zum Platzen zu bringen. Vor allem die Aachener Polizei reagierte dabei – im Vergleich zur Laisser-Faire-Attitüde gegenüber vergangenen, militanten Angriffen von der Aachener Nazi-Szene – wie entfesselt: Pfefferspray und Schlagstock sowie einige wohl eher privat einstudierte Kampfsportmoves kamen zum Einsatz und brachten einige Verletzungen seitens der Protestler*innen hervor. Dabei ignorierte der Prügelmob zu Boden gestreckte Aktivist*innen, die aber schwerwiegenderen Verletzungen entsagt blieben.

Nach diesem Durchbruchversuch gingen die Kundgebungen weiter. Aus den Boxen dröhnte Elektro-Musik und einige Pöbeleien bzw. Verbalangriffe gegenüber Thilo sowie seinen Fans. Diese zeigten sich bei ihrer Ankunft teilweise entrüstet, huschten aber schnell zur Lesung.

Thilos Auftritt konnte trotz der Störungsaktionen und des permanenten Krachs vor der Tür leider durchgezogen werden. Dabei sorgte Sarrazin für echte Unterhaltung: Neben üblichen Kloppern aus seiner ganz eigenen Sozialstaatkritik ("Es ist nicht die Aufgabe der Gesellschaft, Kinder durchzufüttern, deren Eltern nicht ihren Pflichten nachkommen") stellte er noch klar, dass seine"Analysen unwiderlegt" seien. Schließlich betonte er noch einmal seine eigentliche Intention ("Ich will Meinungsbildung betreiben") und widerlegte ein großes Missverständnis: "Ich bin kein Rassist". Alles klar. Aber das Wichtigste ist doch eh die Reaktion auf sein ganz persönliches Spektakel: "Ich erfahre viel Sympathie" (mehr O-Töne)

"Damit liegt er leider richtig.", kommentiert Noah vom Antifa-Bündnis den Tag. "Wie wir auch heute gesehen haben, füllt Sarrazin große Veranstaltungsräume und kommt selbst in einer Kleinstadt wie Aachen auf ca. 300 Besucher*innen. Das zeigt doch auf, welchen wunden Punkt Sarrazin in der Bevölkerung trifft – und auf positives Feedback stößt. Unser Aufruf zum Protest richtete sich eben deshalb nicht nur gegen die Person Sarrazin, sondern gegen die Resonanz weiter Gesellschaftsteile. Das Problem ist nicht ein durchgeknallter Rassist, das Problem ist diese für solche Arschlöcher strukturell offene und barmherzige Gesellschaftskonstitution, namentlich der kapitalistischen." Zum heutigen Tag äußerte sich Noah zufrieden: "Dass die Veranstaltung platzt, ist uns letztendlich leider nicht gelungen. Dennoch registrieren wir einen engagierten Durchbruchversuch, den wir wie die gesamte Kundgebung im Allgemeinen sehr positiv bewerten."

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25Mai/11Off

[Antifa Kneipe] Hausbesetzungen in Aachen

Veranstaltung zu den letzten Hausbesetzungen in Aachen seit der Goethestraße 2003.
Immer wieder werden in zahlreichen Städten zahlreicher Länder Häuser besetzt mit dem Ziel Raum für Politik zu schaffen, Raum für Kultur und Raum, um Kollektiv und Solidarisch zu leben.
Auch in Aachen gab es in den letzten zehn Jahren etliche Besetzungen.
Auch wenn es gerade ruhig geworden ist, die Motivationen und Wünsche, die sich mit Hausbesetzungen verbanden, sind nach wie vor Aktuell.
Auf der Veranstaltung erzählen Hausbesetzer_innen von ihren kollektiven Erfahrungen, von gemachten Fehlern und von gewonnenen Kämpfen.

 

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7Mai/11Off

[Antifa Düren] Mildes Urteil für einen Dürener Faschisten

Ein Artikel der Antifa Düren

"Das Amtsgericht Düren hat am heutigen 6. Mai 2011 das Verfahren gegen den Dürener Neonazi Denis Unruh wegen Körperverletzung nach §154 Absatz 2 der Strafprozessordnung (StPO) vorläufig eingestellt. Unruh hatte am 26. März 2010 einen Teilnehmer einer antifaschistischen Kundgebung unter den Augen der anwesenden Polizei zusammengeschlagen. Er hat heute vor Gericht die Tat gestanden, behauptet aber im Affekt gehandelt zu haben. Dies ist offensichtlich eine Schutzbehauptung. Denn am Tag der Tat ist er mit seinen Gesinnungskumpanen Falko WolfDaniel ThönnessenMarcel Roth undRene Laube provokativ und auf Krawall gebürstet (wie immer) vor der Gaststätte Postschänke in Düren aufgetaucht. Auf der gegenüberliegenden Straßenseite fand zu diesem Zeitpunkt eine antifaschistische Kundgebung statt. Anlass war ein für diesen Abend geplantes, aber dann kurzfristig abgesagtes Treffen der faschistischen NPD Düren.

Im §154 der StPO heiß es unter anderem:

„Die Staatsanwaltschaft kann von der Verfolgung einer Tat absehen,
1.wenn die Strafe oder die Maßregel der Besserung und Sicherung, zu der die Verfolgung führen kann, neben einer Strafe oder Maßregel der Besserung und Sicherung, die gegen den Beschuldigten wegen einer anderen Tat rechtskräftig verhängt worden ist oder die er wegen einer anderen Tat zu erwarten hat, nicht beträchtlich ins Gewicht fällt oder
2.darüber hinaus, wenn ein Urteil wegen dieser Tat in angemessener Frist nicht zu erwarten ist und wenn eine Strafe oder Maßregel der Besserung und Sicherung, die gegen den Beschuldigten rechtskräftig verhängt worden ist oder die er wegen einer anderen Tat zu erwarten hat, zur Einwirkung auf den Täter und zur Verteidigung der Rechtsordnung ausreichend erscheint.“

Die Richtigkeit der heutigen Entscheidung des Amtsgerichts Düren darf bezweifelt werden. Denn Unruh ist ein hoffnungslose Fall. Er sieht es offenbar selbst so denn er trägt schon mal gerne ein Tshirt auf dem steht das er nicht therapierbar ist. Unruh gehört zum harten Kern der militanten Neonazi-Szene im Raum Düren. Die gegen ihn in anderen Fällen ausgesprochenen Strafen, die allerdings zum Teil noch nicht rechtskräftig sind, haben seine Einstellung zu Gewaltaten offenbar nicht geändert.

Unbeeindruckt von der heutigen Verhandlung verklebte er auf dem Weg vom Amtsgericht Düren in die Innenstadt heute zusammen mit Rene Laube Aufkleber der faschistischen „Kameradschaft Aachener Land“ (KAL) („Unser Glaube, unser Kampf, unsere Straßen“). Diese hatten allerdings nur eine sehr kurze Halbwertzeit!

Wetten, dass die heutige Verhandlung gegen Unruh nicht die letzte war?"

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6Mai/11Off

[Seismograph] Rabatt für Neonazi-Schläger

Artikel von Mats Fogemann auf dem Blog Seismograph

"Düren. Ein Ver­fah­ren wegen Kör­per­ver­let­zung gegen einen Neo­na­zi der „Ka­me­rad­schaft Aa­che­ner Land“ (KAL) wurde heute vom Amts­ge­richt Düren – of­fen­bar auf An­trag der Staats­an­walt­schaft Aa­chen – vor­läu­fig ein­ge­stellt.

Denis U. muss­te sich wegen einer Tat, die sich Ende März 2010 vor einer Gast­stät­te am Rande der Dü­re­ner In­nen­stadt er­eig­ne­te, ver­ant­wor­ten. Die ört­li­che An­ti­fa hatte dort eine Kund­ge­bung or­ga­ni­siert, weil sie be­fürch­te­te, dass in der Knei­pe der mo­nat­li­che „Stamm­tisch“ der re­gio­na­len NPD statt­fin­de. Eine Grup­pe von fünf KAL-​An­hän­gern ver­such­te, die An­ti­na­zi-​De­mons­tran­ten zu pro­vo­zie­ren. Laut der ört­li­chen An­ti­fa be­fan­den sich da­mals auch Falko W. und Da­ni­el T. unter den Neo­na­zis. Die bei­den Aa­che­ner wur­den im Fe­bru­ar u.a. wegen der Vor­be­rei­tung von Ex­plo­si­ons­ver­bre­chen ver­ur­teilt.

Als im März 2010 in Düren eine ein­zel­ne Per­son die Rech­ten pas­sier­te, schlug U. un­ver­mit­telt und unter den Augen der Po­li­zei zu. Der Neo­na­zi soll bei der heu­ti­gen Ge­richts­ver­hand­lung, zu der auch zwei Po­li­zei­be­am­te als Zeu­gen ge­la­den waren, die Tat zu­ge­ge­ben haben. Er habe aber an­ge­ge­ben, im Af­fekt ge­han­delt zu haben, hieß es von Sei­ten Dü­re­ner Neo­na­zi-​Geg­ner.

Lo­ka­le Be­ob­ach­ter rech­nen U. zum har­ten Kern der Dü­re­ner Neo­na­zi-​Sze­ne. An­fang Fe­bru­ar 2009 hat das Land­ge­richt Aa­chen eine Ver­ur­tei­lung zu einer Be­wäh­rungs­stra­fe von acht Mo­na­ten wegen ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung be­stä­tigt. Das Ge­richt sah es als er­wie­sen an, dass der junge Neo­na­zi einer jun­gen Frau vor dem Dü­re­ner Kul­tur­zen­trum „KOMM“ ins Ge­sicht ge­schla­gen hatte. Im Au­gust 2009 folg­te eine Ver­ur­tei­lung vor dem Amts­ge­richt Düren wegen Volks­ver­het­zung und Sach­be­schä­di­gung. Im Ja­nu­ar die­sen Jah­res wurde U. zudem vom Amts­ge­richt Aa­chen wegen des An­griffs auf an­ti­fa­schis­ti­sche De­mons­tra­ti­on im Jahr 2008 in Aa­chen und ge­fähr­li­cher Kör­per­ver­let­zung zu einer Ge­samt­haft­stra­fe von einem Jahr und zehn Mo­na­ten ohne Be­wäh­rung ver­ur­teilt. Die Ur­tei­le sol­len noch nicht rechts­kräf­tig sein.

Zeit­wei­se ge­hör­te U. dem Vor­stand der Dü­re­ner NPD an. Im Herbst 2010 nahm er an einer Ta­gung neo­na­zis­ti­scher „Russ­land­deut­scher“ in Hat­tin­gen teil. (mf) "

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6Mai/11Off

Gegen Sarrazins „Thesen“ und jeden Rassismus

Ankündigung verschidener Antifa Gruppen aus der Region

sarrazin banner

"Am Mittwoch, den 25. Mai will der selbsternannte »Tabubrecher« Thilo Sarrazin auf Einladung der Mayerschen Buchhandlung Aachen seine kulturalistischen, sozialchauvinistischen und rassistischen »Thesen« auf einer Buchvorstellung zu »Deutschland schafft sich ab« verbreiten.

Antifaschistische Gruppen rufen zum öffentlichen & vielfältigen Protest dagegen auf. Wir nehmen Sarrazins Auftritt zum Anlass um gegen jeden Rassismus sowie Chauvinismus zu demonstrieren. Den Aufruf dazu gibt‘s auf: http://keinraum.blogsport.de/aufruf/

Unter dem Motto: »Kein Raum für rassistische Hetze! – Gegen Sarrazin und jeden Rassismus« rufen wir zu einer Kundgebung am 25. Mai ab 19Uhr direkt am Veranstaltungsort in der Aachener Innenstadt auf (Karte).

Zusätzlich zu den Protestaktionen gegen den Auftritt Sarrazins wird auch eine inhaltliche Auseinandersetzung mit Rassismus und Sozialchauvinismus stattfinden.
Dazu werden Referent_innen des Antifa AK Köln am Freitag, den 20. Maiab 20 Uhr, im Infoladen Aachen (Stephanstr. 24) einen Vortrag zu Rassismus, Sozialchauvinismus und Standortnationalismus halten. Mehr Infos zu der Veranstaltung folgen…

Auf unserer Homepage findet ihr verschiedene Banner zum Verlinken. Plakate und Flyer sind bereits im Druck und sollten innerhalb der nächsten Tage in Aachen und Köln verfügbar sein.

Verlinkt uns, ladet eure Freunden_innen bei Facebook ein und kommt am 25. Mai in die Aachener Innenstadt um lautstark und entschlossen gegen Sarrazin und seine Fans zu demonstrieren.

Kommt am 25. Mai in die Aachener Innenstadt – entschlossen gegen Sarrazin und seine Fans zu demonstrieren!
Aachen | Mittwoch, 25. Mai 2011 | 19 Uhr
Buchkremerstraße (direkt gegenüber der Mayerschen)"

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